Mexico – San Cristóbal de las Casas

Es regnet den ganzen Vormittag, dann ist es endlich einmal Trocken. Ich hänge alle meine Sachen auf, und sitze in Unterhose am Straßenrand. Die Sonne scheint und ich kann mich wieder aufwärmen. Dann werde ich von einer Hündin belästigt. Ich wollte alleine sein, und die Dame wird zum Schluss ein bisschen aggressiv, als ich aufhöre sie zu streicheln. Wenn man keine Hosen mehr an hat ist es schwierig sich in so einer Situation sich zu wehren…

Zum Glück komm ein anderer Biker vorbei und schon habe erstmal Ruhe.

Martin ist seit vier Jahren mit seiner KTM unterwegs.

Ich empfehle ihm zum Campen noch den Playa de Nudistas, da wollte ich hin aber wegen des Regens dann doch nicht. Ein Typ mit Motorrad der nur halb angezogen vom Nudisten Strand erzählt, ist schon seltsam. So hat man seinen Ruf weg. Habe mich dann gleich selbst als „Honda Nudisten Fabian“ getauft.

Ich halte dann nicht in Salina Cruz, die Stadt ist mir zu abgefuckt. Die nächste Stadt, Juchitán de Zaragoza ist schlimmer, aber ich komme in einem relativ guten Hotel unter.

Über ein Brett auf den Hoteltreppen darf ich mein Motorrad in den Hof fahren. Die Aktion ist ein bisschen knapp weil die Treppe steil ist, aber die Hotelangestellten unterstützen mich bei der Idee: Es Alemán, se puede.

Am nächsten Tag geht es weiter nach San Cristóbal de las Casas. Unterwegs geht es wieder auf kürzestem Weg über Feldwege Richtung Osten.

Achtung: Traktorfahrer mit Hut.

Eine spezielle Sache gibt es noch über Mexikos Straßen zu berichten: Die Straßen sind vollgepflastert mit sogenannten „Topes“. Das soll die Mexikaner zum langsamfahren erziehen. Tatsächlich machen fasst alle kurz vorher eine Vollbremsung, um danach wieder zu beschleunigen. Nicht sehr Ökonomisch. Dafür gibt es in jedem zweiten Dorf Werkstätten: „Clutch y Frenos“ – Kupplung und Bremsen. Ein krisensicheres Geschäft.

Mit meiner Honda und ihren fast 30 cm Federweg und 33cm Bodenfreiheit kann man einfach drüberbrettern, egal ob langsam oder mit 80km/h. Wenn man aufsteht und sich leicht macht, bzw. das Motorrad unterstützt,  fluppt es sanft und gewaltfrei über die Topes hinweg – ein tolles Gefühl. Meine GS würde bei einigen der Topes hier gewaltsam aufsetzen.

In San Cristóbal de las Casas bleibe ich im Rossco Backpackes Hostel, die erste Nacht ist für Biker gratis.

Ich mache gleich die Free City Tour, sehr empfehlenswert.

Da am nächsten Tag das Fußballspiel Deutschland – Mexico ist, bleibe ich noch eine zweite Nacht. Deutschland verliert, also muss ich das Land verlassen. Es geht weiter nach Guatemala.

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