El Salvador – Mizata, San Miguel und el Cuco

Der Grenzübergang nach nach El Salvador dauert ein bisschen, insgesamt fast drei Stunden, inklusive halbe Stunde Mittagessen. Das beste Essen in Guatemala habe ich hier an der Grenze: Reis mit Hühnchen in einer sehr leckeren Soße.

Die temporäre Einfuhr in Guatemala wird gecancelt und kostet nichts.

Der Import in El Salvador, noch einmal eine Stunde. Immer wieder Kopien machen. Aber keine Kosten für die Immigration oder für das Moped. In El Salvador gibt es keine Versicherungspflicht für das KFZ.

Dann endlich weiter. Ich stoppe in Mizata, und gönne mir in „The last resort“ mal ein besseres Hotel. Ich treffe wieder die zwei Engländer Chris und David, mit welchen ich schon an der Grenze gequatscht habe. Die sind mit einem Bus und Surfbrettern unterwegs.

Es gibt relativ viele Surf-Spots hier an der Küste im Süden. Später, in el Cuco leihe ich mir auch ein Brett aus und probiere mein Glück im Weisswasser. Weitere drei Deutsche machen hier Surf-Urlaub. Ein echtes Paradies, es gibt konstant gute Wellen an dem Spot. Um richtig raus zu den Wellen zu kommen ist mein Brett zu Groß und das Können zu klein 😉

Die Straßen in El Salvador sind im Vergleich zu allen bisherigen Ländern echt gut, es gibt auch eine Topes mehr. Es gibt auch öfters Fahrradfahrer und insgesamt weniger Autos. Vom Motorradfahren bisher das schönste Land. In Guatemala waren die Straßenränder leider öfters mit Müll aufgefüllt, hier ist es erstaunlich sauber, auch die Luft ist besser.

Ich bekomme spontan eine Couchsurfing Unterkunft bei Lissette in San Miguel. Es sind noch zwei weitere Gäste am Start: Juan und Carol, welche schon zwei Jahre unterwegs sind. Es gibt angeregte Unterhaltungen über die Todesstrafe, welche faktisch indirekt in den letzten Jahren in El Salvador angewendet wurde. Die Bandenkriminalität war 2015/2016 so schlimm, das die Polizei und das Militär (el ejército) fortan die Kriminellen Bandenmitglieder gleich direkt erschossen haben.

So wurden 2016 bei 459 Zusammenstößen mit der Polizei 424 Bandenmitglieder getötet.

Auch die Kleinunternehmer (microempresarios) haben sich zusammengeschlossen, bewaffnet und fortan nicht mehr erpressen lassen. Es wurde regelrecht jagt auf die Banden gemacht.

Seit zirka zwei Jahren herrscht deswegen temporär eine Periode von vergleichsweiser angenehmer Ruhe und Sicherheit in El Salvador.

Das muss man natürlich in Relation dazu sehen, was vorher war. Es ist Hart in einem Land aufzuwachsen, wo wohl schon jedes Kind einmal gesehen hat, wie jemand umgebracht wurde.

Strand in el Cuco:

Las Pupusas (Nationalgericht El Salvador):Liss und ihr Neffe:Zuhause, Unterkunft bei Liss: