Guatemala – Volcan de Acatenango

Nachdem der gestrige Vulkan nicht so Spektakulär war, geht es heute auf den Volcan de Acatenango. Dieser ist ungefähr drei Kilometer vom Fuego Volcano entfernt, welcher vor drei Wochen ausgebrochen war. Die Lage ist aber wieder sehr entspannt.

Es gibt auch geführte Touren, diese gehen aber meistens zwei Tage, die brauche ich nicht für eine fünf Kilometer Wanderungen. Startpunkt ist der Ort La Soledad auf ca. 2477m. Mit dem Motorrad gibt es eine Abkürzung über eine unasphaltierte Straße, also brauche ich nur eine halbe Stunde von Antiqua. 10 Minuten vor mir starten ein paar andere Touristen. Die mussten heute schon um sechst dafür auf den Shuttle Bus in Antiqua warten 🙂

Ich frage nach einem sicheren Parkplatz, und stelle mein Bike im Hof von Augustin ab. Er will wissen was ich Vorhabe, fragt nach meiner Bergerfahrung, mustert mich und sagt das ich in drei Stunden oben sein kann. Auf dem Weg ist eine ganze menge Asche und Vulkansand. Brocken wie diese hat es vor drei Wochen vom Himmel geregnet:

Die anderen Gruppen habe ich schnell überholt, denn jeden Kilometer wird eine Pause gemacht. Der Weg trennt sich irgendwann, links zum Basecamp (Touristen, Tacos und Tortillas), ich gehe rechts direkt zum Gipfel.

Oben angekommen habe ich Glück, es gibt freie Sicht auf den Vulkan de Fuego. Und keine Touristen. Für die 3975 Meter ist es auch gar nicht kalt hier Oben. Ich bin im T-Shirt unterwegs. Der Acatenango ist nicht aktiv und geschlossen und hat auch noch den zweiten Namen: La Cumbre – Das Grab.

Unterhalb, inklusive dem Basecamp ist alles Bewölkt. Dafür haben die auch 100USD pro Person gezahlt. Ich bin in jeden Fall glücklich das ich die Tour alleine gemacht habe. Ab und zu knallt es und der Vulkan spuckt etwas Asche.

Beim Abstieg treffe ich noch Eddy, ein Führer. Er ist zufälligerweise der Sohn von Augustin, bei dem ich mein Motorrad abgestellt habe. Er hat zwei Mädel aus Kanada im Schlepptau, welche er den Berg hochführt. Die sehen aus wie Outdoor Models. Ich gratuliere ihm, gefolgt vom Matcho-Smalltalk. Er deutet auf seinen Bauch: Mucha Tortilla! – das ist also hier das Zeichen für Männlichkeit.

Unten angekommen treffe ich wieder Augustin, welcher ingesamt zehn Kinder hat. Ich frage wo ich es etwas essen kann, und bekomme etwas von ihnen.

Der letzte schlimme Vulkanausbruch war vor vierzig Jahren, der war allerdings noch schlimmer.

Die Maisernte ist auf jeden Fall für dieses Jahr im Eimer:

Unten tragen viele auch Staubmasken, Augustin macht im Moment auch keine Touren, weil er Probleme mit der Lunge hat.

Wenn jemand einen Führer braucht:

Eddy: 51315143 (hijo)

Augustin: 41121801 (papá)

Eddy kann auch ein bisschen Englisch und hat Whatsapp.