Nicaragua – Transit an einem Tag

Am Samstag stehe ich 5:15 auf, um dann 6:00 an der Grenze zu sein.

Seit zirka drei Wochen lese ich die Berichte andere Reisender und kenne mich jetzt schon ganz gut mit dem Straßennetz aus. Die gute Nachricht: Seit gestern ist es ein wenig ruhiger geworden, viele Straßen sind wieder geöffnet.

Wenn man in Nicaragua einreisen will, sollte man sich vorher anmelden:

https://solicitudes.migob.gob.ni

Ich habe das ganze schon gemacht, leider wurde mein Antrag (bisher?!?) nicht bearbeitet. Also dann beim nächsten mal mindestens 7 Tage vor Einreise. Wenn sich das Datum dann nochmal ändert ist dies wohl nicht so schlimm.

Einreise : 12 USD oder 420 Cordobés.

Ausreise: 2 USD

Keine Kosten für den Temporären Import.

Versicherung für KFZ ist seit kurzem Pflicht, 420 Cordobés oder 12USD

Wenn man mit USD bezahlt kommt man aufgrund des Devisenkurses besser weg.

Nach Verzögerung in Honduras (Ausreise: 45 min) , muss ich in Nicaragua noch ewig warten. 10:00 dann bin ich komplett fertig, habe in der Wartezeit bequem gefrühstückt und kann endlich losfahren.

Unterwegs ist alles ruhig. Wenn man sonnst nicht die Nachrichten lesen würde, wüsste man nicht, das das Land eigentlich ziemliche Probleme hat.

In San Marcos mache ich dann eine Pause. Die Leute um mich herum trinken literweise Bier und schauen die WM – eine angenehme Stimmung.

Hier gab es bis vor ein paar Tagen auch noch Straßensperren. Weil niemand zu sehen war, mache ich noch ein paar Fotos:

Plötzlich steht ein Typ mit einer Pump Gun und Sturmmaske neben mir und will meine Kamera haben. Ich gebe sie ihm nicht. Ich sage das es hier kein Problem gibt und die Fotos gleich für ihn gelöscht sind. Außerdem mache ich keine Spionage sonder nur Tourismus. Zum Glück habe ich die Kamera mit dem Band an meiner Hand befestigt, deswegen kann der Typ sie nicht wirklich greifen. Nachdem ich ein bisschen freundlich diskutiere und mich entschuldige, zeige ich ihm alle Bilder. Ich muss dann auch garnichts löschen und darf weiterfahren. Ein kleiner Schreck.

Die zweite Hälfte des Tagen regnet es stark, ich stelle mich die ersten Minuten unter und bekomme noch ein paar extra Routeninfos, wie ich eine andere Straßensperre umfahren kann.

Gegen 17:00 passiere ich dann die Grenze zu Costa Rica, hier gibt es auch wieder Leute die mir helfen wollen, ich muss die Regelrecht abwimmeln. Ein Geschäftsmodell ist, das der Grenzübergang überdramatisiert wird. Es dauert mehrer Stunden und ist soooo kompliziert. Sie tun dann auch immer erst so als würden sie mein Spanish nicht verstehen und texten mich mit mittelmäßigem English zu. Wenn die mir so kommen dann ist das Vertrauen sofort verspielt.

Es gibt hier auch einen Geldautomaten wo ich ohne extra Gebühr Dollars und den Costa Ricanischen Colón abheben kann. Somit entgehe ich auch der Geldwechselmafia 😉 Diese tummelt immer an der Grenze herum und wedelt mit teilweise 10cm dicken Geldscheinstapeln um sich herum.

Der Grenzübergang klappt gut, zirka eineinhalb Stunden. Ich lasse mir aber auch Zeit wegen des Regens.

Abends dann ein gemütliches Hotel in Costa Rica.