Peru – Weg durch die Pampa

Nach Ica geht es vorbei an Nasca, von dort richtig Osten und Bergauf.

Auf der Höhe von 4050 Metern bekomme ich schon den ersten Eindruck, was mich in der Pampa erwartet:

Es ist kalt, aber die Sonne scheint.

Dann geht es wieder runter auf 3200m, wo ich in Puquío übernachte.

Am nächsten Tag wird es dann Ernst, in der ersten halben Stunde geht es auf 4300 Höhenmeter.

Es gibt gleich ein zweites Frühstück, um meine Finger aufzuwärmen.

Jetzt bin ich in der Pampa angekommen. Später erreiche ich mein persönliches Maximum von 4540 Höhenmetern. Ich habe Glück das die Sonne scheint, das tröstet über die kalten Hände hinweg.

Ich will mir später noch ein Paar gescheite Handschuhe kaufen, am besten handgemachte aus Peru, das wäre dann ein schönes Andenken. Unterwegs sehe ich viele Alpacas – Kuschelig bestimmt gut als Grundmaterial für die Handschuhe geeignet.

Es geht dann wieder bergab, ich übernachte auf 2430Hm in Abancay.

Am nächsten Tag will ich über die CN-109 nach Santa Teresa fahren, um von dort zum Machu Picchu zu gelangen. Leider ist der Weg nicht geeignet, um ihn mit meinen Möglichkeiten mit dem Motorrad zu überqueren. Google Maps zeigt es als befahrbaren Weg an, welcher aber eher ein Wanderweg ist.

Wie ich später lerne, bin ich auf dem Inka-Trail gelandet. Man kann hier in drei oder zwei Tagen zum Machu Picchu laufen. Ich wollte in drei Stunden fahren.

Irgendwann ist der Weg versperrt. Ein Motorrad auf einem 50cm breiten Trampelpfad zu wenden ist eine Herausforderung, klappt aber.

Links den Berg hochfahren:

Der Lenker ist auf Kopfhöhe, jetzt nur noch die Talseite mit ordentlich Schmakes um die Kurve leiern lassen:

Das war ein anstrengender Move. Beim zweiten mal klappt das bestimmt schneller und geht einfacher 😉

Ich suche mir einen anderen Pfad. Hier wird es nicht einfacher: Brücke oder Fluss. Nach langen hadern entscheide ich mich für den Fluss, was dann auch sehr einfach war.

Nachdem ich schon relative viel Steile und steinige Passagen gemeistert habe, werden die Felsbrocken so groß, das man ein Trail-Bike und entsprechende Fahrkenntnisse gebrauchen kann. Beides habe ich eben nicht parat.

Da es schon 16:00 Uhr ist, und ich das Abenteuer hier nicht beenden will, drehe ich um und lasse den tollen Ausblick hinter mir.

Auf dem Rückweg wundere ich mich, wie ich so einfach die steilen Wege hochgekommen bin (zweiter Gang, immer schön am Gas bleiben).

In Mollepata suche ich eine Unterkunft. Dort moniere ich auf der Straße auch gleich meine neue Kette, die 19EUR DID Standardkette hat sich nach 2000KM wieder ungleichmäßig gelängt. Im Eisenwarenhandel (Ferretería) bekomme ich noch einen Hammer geborgt, um am Bordstein die neue Kette sechs Glieder kürzer zu machen. Sehr saubere Arbeit. Mit dem Kreuzschlitz den Niet auszutreiben habe ich beim letzten mal vom Mechaniker in Piura gelernt, nur sorge ich dafür, das durch unterlegen eines 8er Maulschlüssels die ganze Energie auf dem einem Kettenglied bleibt. Der Mechaniker in Piura hat blind rum-gehämmert und damit auch die benachbarten Kettenglieder unnötig malträtiert. Vielleicht hält diese Kette ja 3000 KM.